Decorated Harness “Arbeitsgeschirr”
Glanz und Geschichte auf vier Hufen Das Decorated Harness, zu Deutsch Prunkgeschirr, ist ein faszinierendes Stück Pferdegeschirr, das nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch beeindruckend ist. In Deutschland sieht man es hauptsächlich im Kaltblutbereich, besonders bei den prächtigen Brauereigespannen auf Festumzügen. Diese Geschirre sind aufwändig dekoriert und mit vielen zusätzlichen Details versehen, um die Pferdegespanne noch beeindruckender zu machen. Ursprünglich stammt diese Tradition aus der Landwirtschaft. Die runden Messingplatten, die sogenannten Brasses, sollten ursprünglich vor dem „bösen Blick“ schützen. Heutzutage sind diese Messingplatten in Sondereditionen erhältlich und erfreuen sich großer Beliebtheit bei Sammlern und Liebhabern. Eine Tradition, die beinahe verloren ging. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Tradition des Decorated Harness fast ausgestorben. Doch in den 1950er Jahren erlebte sie eine Renaissance. Heute ist diese Tradition wieder lebendig und zieht viele Bewunderer an. Ein besonders beeindruckendes Beispiel für diese Tradition ist das Geschirr von Jan Achtermann auf dem Pferd Barnsbridge Dolly’s Jester. Dieses Geschirr ist einzigartig in Deutschland und hat eine lange englische Tradition. Solche Geschirre werden nicht mehr produziert und sind nur mit viel Glück zu finden. Das Geschirr wiegt etwa 100 kg und stammt vermutlich aus den 1940er Jahren aus dem südlichen Teil Englands. Jeder Besitzer fügt bei diesen Stücken seine eigene Note hinzu und entwickelt es weiter. Eine wertvolle Familientradition Es ist äußerst schwierig, ein solches Geschirr zu erwerben, da sie oft von Generation zu Generation weitervererbt werden. Nach drei Jahren Überlegung haben wir das einzigartige Geschirr von Familie Zich übernommen. Für uns war es nicht nur ein Kauf, sondern ein Stück englische Geschichte und Tradition – und ein Versprechen, diese Tradition auch in Deutschland fortzuführen. Ein Stück englische Geschichte In England war es früher üblich, dass man ein Pferd mit einem Arbeitsgeschirr hatte. Auf den zahlreichen Shire Horse Shows, die auch heute noch sehr beliebt sind, wurden die besten Pferde gekürt und mit Pokalen und Preisgeldern ausgezeichnet. Da sich nicht jeder das beste Pferd leisten konnte, wurden die sogenannten „Harness“-Klassen ins Leben gerufen. Hierbei spielten die Geschirre eine entscheidende Rolle, während das Pferd selbst eine untergeordnete Rolle bei der Bewertung hatte. So konnten auch einfache Bauern mit ihren Arbeitstieren teilnehmen und hatten eine echte Chance auf Auszeichnungen. Ein aufwändiges Hobby Wenn wir mit unserem Geschirr auf Tour gehen, brauchen wir etwa 15 Stunden zum Putzen und Polieren – und das mit vier Personen. Aber wir machen das gerne und wollen diese Tradition so lange wie möglich fortführen. Für uns ist es ein absolutes Familienprojekt und ein Ausdruck von Stolz und Hingabe. Das Decorated Harness ist mehr als nur ein funktionales Objekt – es ist ein lebendiges Stück Geschichte, ein Ausdruck von Handwerkskunst und eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Solange es Menschen gibt, die diese Tradition lieben und pflegen, wird sie weiterleben und zukünftige Generationen faszinieren.
Haltung & Management
- Großzügige Weiden & wetterfeste Unterstände
- Strukturierte Fütterung für schwere Rassen
- Regelmäßige Huf-, Fell- und Gesundheitspflege
- Schonende, klare Ausbildung
Über uns
- Team Elder Moor Shire
- Wir sind Familie Achtermann und leben seit 2020 in Gnarrenburg, davor haben wir in Tappenbeck im LK Gifhorn gelebt.
- Wir setzen uns zusammen meinen Mann Jan und meinen Kindern Sophie, Jonas und Mika Elene.
- Das Shire Fieber hat wohl alle erwischt durch mich. Angefangen mit Arabern wollte ich dann was besonders haben und suchte im Jahr 2004 erst nach einem Friesen. Daraus wurde dann die Shire Stute Moonlight Luna mit ihren knapp sieben Monaten zog sie dann in unseren Offenstall im Dezember 2004. Sie hat mich lange Jahre als treues absolutes Verlasspferd begleitet und schenkte mir zwei Fohlen, das erste ist leider verstorben. Als zweites kam Hope. Zum Fohlen gehört ein Prefix: wir wohnten im Moor mit viel Holunder, so kamen wir auf Elder Moor Shire. Luna musste ich leider 2024 Jahr erlösen, aber sie wird immer in unseren Gedanken sein, weil sie der Grundstein von Elder Moor Shire war, darauf sind wir stolz.
- Mit dem, damals kleinen, Hope kamen dann auch die Zuchtschauen, war vorher nie interessant für mich und ich habe mich überreden lassen. Doch das machte so viel Spaß, dass wir bis heute wenn es uns möglich ist, an jeder Zuchtshow teilnehmen. Mittlerweile machen wir immer öfter Rassepräsentationen, weil wir diese Rasse einfach lieben. Unsere großen Kinder Sophie und Jonas unterstützen uns, anfangs ist Sophie als Young Handler auf der Show gelaufen, heute passt sie auf die kleine Mika auf und Jonas versorgt meist zu Hause den Rest der Tiere (Pferde, Hühner, Enten und Gänse). Mika ist fünf Jahre alt und schon Shire verrückt. Sie putzt, sie mistet und reiten will sie auch immer.
- Damit Hope nicht als einzelnes Fohlen aufwächst, kaufte mein Mann sich ein Hengstfohlen (Gautby Red Velvet) dazu. Es sollte unbedingt ein Hengst sein, weil Jan immer schon einen haben wollte. Das war im Herbst 2018 nun hatten wir schon drei Shire im Stall und die Araber und Ponys wurden nach und nach verkauft. Nun war klar, es soll nur noch Shire im Stall geben.
- Dann waren wir in England auf der Spring Show und dort mir stach sofort Barnsbridge Dolly´s Jester ins Auge, mit zwei Jahren riesengroß. Der stand nicht zum Verkauf. Ein halbes Jahr später würde er doch zum Verkauf frei gegeben und ich habe zufällig auf Facebook entdeckt. Meine Mutter kaufte ihn und er wurde uns vom Eigentümer nach Deutschland gebracht. Letztes Jahr hat meine Mutter ihn mir dann geschenkt.
- Bekannte haben ihre Shire abgegeben und das Zubehör auch. Da kam kauften meine Eltern die Kutsche ab, weil mein Vater Kutsche gefahren ist mit seinen Rheinisch Deutschen. Er sollte die Shire an die Kutsche bringen, leider verstarb unser Kaltblut dann. Sie hatten auch ein Harness und ich fand das immer soooo toll auf der Spring Show anzusehen. Also kaufte mein Mann das Harness und wird sind wirklich sehr stolz, dass es in unserem Besitz ist und wir es präsentieren können. Beim Putzen hilft immer die ganze Familie.
- Irgendwann im Winter 2022 kam noch eine älter Shire Dame dazu.
- Mittlerweile haben wir also zwei Stuten, den Hengst, den Wallach im Stall.
- Unsere Hope hatte zwei Fohlen von den das zweite leider auch verstarb. Und den ersten haben wir in gute Hände verkauft.
- Liebe Grüße
- Eure Jeannine